PR SG&I 15/2008

Neue technische Infrastruktur für den landesweiten Katastrophenschutz in Vorarlberg/Österreich

Einsatzleit- und Katastrophenmanagementsystem sowie Sprachkommunikationssytem für Landeswarnzentrale und Rettungs- und Feuerwehrleitstelle in Vorarlberg
an Center Systems und Intergraph® vergeben

ISMANING / WIEN, 03.07.2008 – Über die Generalunternehmerschaft des Systemhauses Center Communication Systems GmbH, Wien, erhielt die Intergraph (Deutschland) GmbH einen Teil des Gesamtauftrags zur Realisierung von „PIRAEUSS 2009“, dem Projekt zur Neuausstattung der technischen Infrastruktur des landesweiten Katastrophenschutzes im Bundesland Vorarlberg/Österreich. Der Intergraph-Geschäftsbereich Public Safety & Security pflegt seit vielen Jahren zu Center Communication Systems eine Businesspartnerschaft in Österreich. Die operative Inbetriebnahme des Katastrophenmanagementsystems und des Lage- und Informationssystems ist bereits für das erste Quartal 2009 vorgesehen und wird das bisherige Einsatzleitsystem ablösen.

Im Verhältnis zu seiner Flächengröße ist das Gefahrenpotenzial in Vorarlberg erheblich. Besiedelungs¬dichte und hohe Gästezahlen im hochalpinen Raum, städtische Gebiete, Industriebetriebe und Autobahnen erfordern eine optimale Infrastruktur für Rettung, Feuerwehr und Katastrophenschutz. Aufgrund der im Laufe der Zeit stark erweiterten Anforderungsprofile an die Leitstellen sowie gestiegener Einsatzzahlen hat die Vorarlberger Landesregierung beschlossen, sowohl die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle in Feldkirch als auch die Landeswarnzentrale in Bregenz räumlich zu erweitern und neu auszustatten.

Die Auftragsvergabe an Center Systems erfolgte durch das Amt der Vorarlberger Landesregierung, Fachbereich Katastrophenhilfe. Ziel von PIRAEUSS 2009 – Projekt für intelligente Rettungs-, Alarmierungs-, Einsatz- und Sicherheitssysteme – ist zum einen die Steuerung des landesweit anfallenden Informations- und Auftragsflusses. Zum anderen dient das Projekt der geographischen Darstellung der an vielen Stellen im Land erhobenen Daten in einem Geographischen Informationssystems (GIS), das für die Belange des Katastrophenschutzes geeigneten ist.

Vergeben wurden zwei Teilleistungen: einerseits die Sprachkommunikation (Sprachkommunikationsanlage und Ortsfunk), die von Center Systems als Österreichs Marktführer im Bereich von Kommunikationssystemen für Einsatzorganisationen übernommen wird. Andererseits wurde ein funktional anspruchsvolles Einsatzleitsystem samt Schnittstellenfunktionalitäten, das Katastrophenmanagementsystem (KMS) und ein Lage- und Informationssystem (LIS) beauftragt. Einen wesentlichen Teil dieser Komponenten liefert Intergraph auf Basis seines weltweit bewährten Dispatch- und Informationssystems I/CAD und seiner webfähigen GIS-Software GeoMedia ResPublica. Verwirklicht wird ein verteiltes, mandantenfähiges, hochverfügbares und vollredundantes System mit mehreren Serverstandorten, 16 Hauptarbeitsplätzen in zwei Leitstellenräumen sowie mit einer großen Zahl von Arbeitsplätzen an dezentralen Einheiten.

Das Amt der Vorarlberger Landesregierung fordert spezielle Anwendungen zur Unterstützung der Stabsarbeit und Lagedarstellung im Katastrophenfall, die Einbindung von bestehenden Informationssystemen sowie Anwendungen für ein ausfallsicheres und beweissicheres Datenmanagement. Die Einsatzbearbeitung über das neue gemeinsame Einsatzleitsystem in Vorarlberg unterstützt zukünftig die landesweite Notrufannahme einer großen Anzahl von Organisationseinheiten. Berücksichtigung finden dabei die Besonderheiten der Bergrettung und Wasserrettung, der Alarmierung von Freiwilligen Feuerwehren, der Katastrophenvorsorge, der Alarmierung des Kriseninterventionsteams sowie für den Bereich Rettungsdienst und Krankentransport. „Mit dieser GIS-basierten und hoch integrierten Lösung aus einer Hand“, so Ing. Franc Magnes, Projektleiter am Amt der Vorarlberger Landesregierung, „wird der Katastrophenschutz in Vorarlberg zu einer der modernsten Einrichtungen ihrer Art in Europa.“

Schon im Jahr 2005 wurde der Grundstein für ein integriertes System unter dem Projektnamen „KatGIS Vorarlberg“ auf Basis von moderner Intergraph-Webtechnologie gelegt. Die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle in Feldkirch beschritt durch die GIS-Kopplung des Katastrophenmanagements innovative Wege. PIRAEUSS 2009 baut nun auf diesen Erfahrungen auf. Es werden zukünftig im neuen dezentralen System mit seiner intuitiv bedienbaren Oberfläche alle lagerelevanten Daten organisationsübergreifend zur Verfügung stehen. Dabei fließen neben den amtlichen Geodaten (Topographische Karten, Infrastruktur, Kataster, Adressen) in Zukunft auch Informationen aus dem zurzeit im Aufbau befindlichen landesweiten Messnetzsystem ein (Wasserpegel, Niederschlag, Lawinenwarnung, Wetterradar, Wetterstationen, etc.). Das bereits vorhandene „KatGIS Vorarlberg“ wird auch zukünftig für die Aufbereitung und Pflege von Geodaten und georeferenzierten Daten genutzt.

Die geographische Lage des Landes Vorarlberg (Grenznähe, Bodensee, Kleinwalsertal) erfordert, dass der Datentransfer des neuen Systems nicht nur mit den Einsatzleitsystemen der Österreichischen Bundespolizei effizient erfolgt. Auch der Austausch digitaler Informationen mit den nationalen und internationalen Nachbarleitstellen zum Beispiel im Bundesland Tirol, in St. Gallen/Schweiz, in Liechtenstein oder in den deutschen Nachbargebieten Lindau und Kempten wird ein hoher Stellenwert eingeräumt. „Damit setzt das Land Vorarlberg neue IT-Maßstäbe in Sachen Katastrophenschutz, -vorsorge und Krisenintervention“, resümiert Sebastian Stepfer, Geschäftsführer Intergraph (Deutschland) GmbH.

(5.646 Zeichen)

Text-Download als PDF-Datei

###

Informationen zum Katastrophenschutz im Bundesland Vorarlberg
Im Verhältnis zu seiner Größe ist das Gefahrenpotenzial im Bundesland Vorarlberg erheblich: Besiedelung mit 365.888 Einwohnern, hohe Gästezahlen (18.000.000 Nächtigungen pro Jahr) vor allem im hochalpinen Raum, städtische Gebiete, Industriebetriebe, Autobahnen, etc. Im Land Vorarlberg werden seit 1994 zur Wahrnehmung der Aufgaben des Rettungsdienstes, des Feuerwehrwesens sowie des Katastrophenschutzes die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) in Feldkirch und die Landeswarnzentrale (LWZ) in Bregenz betrieben. Die Ausstattung und technische Betriebsführung beider Zentralen erfolgt durch das Amt der Vorarlberger Landesregierung bzw. in dessen Auftrag. Die Landeswarnzentrale in Bregenz ist die Warn- und Einsatzzentrale des Landes Vorarlberg im Zivil- und Katastrophenschutz. Sie ist für die Warnung und Alarmierung der Bevölkerung sowie für die Unterstützung der Einsatzleitung des Landes in Katastrophensituationen zuständig. Die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle in Feldkirch ist die gemeinsame Einsatzleitstelle aller Rettungsorganisationen und der Feuerwehren im Land Vorarlberg und betreut Feuerwehr, Rotes Kreuz, Samariterbund, Bergrettung, Wasserrettung, Krisenintervention sowie im Katastophenfall relevante Dienststellen des Landes, der Gemeinden und des Bundes. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.lfv-vorarlberg.at/04_technik/alarmierung/rfl.htm sowie unter www.vorarlberg.at/vorarlberg/sicherheit_inneres/sicherheit/landeswarnzentrale/start.htm.

Informationen zu Center Communication Systems GmbH
Center Communication Systems GmbH, kurz Center Systems, ist Österreichs Marktführer im Bereich von Kommunikationssystemen für Einsatzorganisationen, den öffentlichen Verkehr und der Industrie. Zu den Schlüsselbereichen des Unternehmens gehören komplette Leitstellensysteme, Alarmierungssysteme, Lösungen für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr, Image Processing Systeme (Video Detection, Analysis, Streaming & Storage), Tunnel-, Gebäude- und Minenfunk sowie Sprech- und Datenfunksysteme, GSM-R, TETRA, Beschallungssysteme und Endgeräte, sowie das Servicecenter für Mobiltelefone der Marke Motorola. Seit 11.04.2006 steht Center Systems im 100%igen Eigentum der Firma EFKON AG. Center Systems ist exklusiver Intergraph-Vertriebspartner in Österreich für den Geschäftsbereich Public Safety & Security. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.centersystems.com.

Informationen zu Intergraph® Security, Government & Infrastructure (SG&I)
Intergraph® SG&I ist einer der führenden internationalen Anbieter raumbezogener Lösungen für die Marktsegmente Sicherheit, öffentliche Verwaltung und Infrastruktur. Intergraph® SG&I stattet zahlreiche Branchen mit seinen raumbezogenen Lösungen aus – Verteidigung und Nachrichtenwesen, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), Öffentliche Verwaltung, Transport und Verkehr, Photogrammetrie, Versorgungswirtschaft und Telekommunikation. Wir ermöglichen unseren Kunden, umfangreiche und komplexe Daten in aussagekräftiger und fachbezogener Weise zu verwalten und zu visualisieren. Durch den Rückgriff auf die Software von Intergraph® können Intergraph®-Kunden schneller und besser operative Entscheidungen treffen, von denen tagtäglich die Sicherheit und das Wohlbefinden von Millionen von Menschen rund um den Globus abhängig sind. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.intergraph.de, www.intergraph.ch, www.intergraph.at oder www.intergraph.com/sgi.


© 2008 Intergraph (Deutschland) GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Intergraph, das Intergraph-Logo, GeoMedia, G!NIUS, GRIPS, DMC und I/CAD sind registrierte Warenzeichen der Intergraph Corporation USA, der Intergraph (Deutschland) GmbH, der Intergraph (Schweiz) AG bzw. der Intergraph Ges.m.b.H. (Österreich). Alle anderen hier genannten Marken und Produktnamen sind registrierte Warenzeichen der jeweiligen Eigentümer.

PRESSEKONTAKT
Dr. Matthias Alisch
Marketing Manager, Central Europe
Intergraph (Deutschland) GmbH
Körnerstr. 28
53175 Bonn - Bad Godesberg
Deutschland
Tel.     +49 (0)2 28 / 3915 - 2424
Fax:    +49 (0)2 28 / 3915 - 2524
eMail: matthias.alisch@intergraph.com

 
© Copyright 2012 Intergraph Corporation - Printed from www.intergraph.com on 12/7/2016 6:15:28 AM