PR SG&I 11/2008

Deutsche Intergraph®-Niederlassung realisiert Geoportal zur Volkszählung in Nigeria

Zentraler Baustein der Geodateninfrastruktur in Nigeria ermöglicht zielsichere Investitionen

ISMANING, 19.05.2008 – Intergraph (Deutschland) GmbH erhielt gemeinsam mit der BetaSystems AG aus Berlin den Zuschlag zur Datenaufbereitung der letzten Volkszählung in Nigeria. Die Europäische Union fördert dieses Projekt über das Entwicklungshilfeprogramm EuropeAid. Die Daten der Volkszählung aus dem Jahr 2006 werden in eine zentrale Datenbank überführt, mit Geokoordinaten verknüpft und in eine umfassende IT-Umgebung aus Geographischen Informationssystemen (GIS) eingebunden. Im einwohnerstärksten Land Afrikas gilt der Zensus als wesentliches Instrument, um Planungen zur Entwicklung des Staates auf eine zuverlässige Basis zu stellen.

Nigeria ist der mächtigste Staat Westafrikas, als Bundesrepublik und Präsidialdemokratie organisiert und nimmt Platz sechs der Liste der weltweit größten Rohölproduzenten ein. Als Reichtum und zugleich innenpolitisches Problem gilt die komplexe ethnische, sprachliche und religiöse Struktur des Landes mit rund 400 Volksgruppen. Über 140 Millionen Menschen leben in Nigeria: Das ergab die Volkszählung 2006, dessen Durchführung durch die Europäische Union unterstützt wurde. Die EU ist in Abuja, der Hauptstadt Nigerias, mit einer Vertretung aktiv. Auch Intergraphs Projektpartner BetaSystems gilt als Kenner der Verhältnisse des westafrikanischen Staates, engagiert sich dort seit Jahren insbesondere im Bankensektor und stellt unter anderen Lösungen zum Scannen und automatisierten Auswerten von Schecks zur Verfügung. Intergraph (Deutschland) GmbH genießt dank ihrer nationalen wie internationalen Referenzen in Sachen Geodateninfrastrukturen (GDI) und GeoWeb-Anwendungen hohes Vertrauen. Daher überzeugten die beiden deutschen Unternehmen und erhielten als Konsortium den Zuschlag für die Umsetzung der Zensus-Datenbank und Geoportal-Lösung in Nigeria.

Die letzte Volkszählung Nigerias im Jahr 2006 widmete sich nicht nur den klassischen Fragestellungen wie Alter, Nationalität und Erwerbssituation. Der westafrikanische Staat fragte auch Angaben zu Ausbildungsstand, Kindersterblichkeit, häuslicher Umgebung und Hygienestandard ab. In der Gesamtbetrachtung stehen damit überaus wichtige Informationen zur Steuerung von Entwicklungsmaßnahmen bereit.

„Aufgrund unseres umfassenden Prozess- und Anwendungs-Know-hows im Bereich Digitalisierung und Auswertung von Massendaten wurde BetaSystems bereits vorher für die Auswertung der Fragebögen der Volkszählung 2006 in Nigeria ausgewählt“, erläutert Richard J. Lang, Director Consulting International bei BetaSystems. Nachdem die Zensus-Daten nun weitgehend ausgewertet sind, erfolgt ab Frühjahr 2008 im Zuge des Projektes „DBMS/Geo-Portal for Census 2006 Nigeria“ die Überführung in eine zentrale Datenbank. Der Umgang mit den Massendaten gilt als Herausforderung. So müssen alle Datensätze aus der Volkszählung in das System übernommen werden. Zusätzlich wird ein erheblicher Geodatenbestand in das System integriert. Dabei erfolgen eine räumliche Zuordnung aller Informationen, die so genannte Georeferenzierung, und eine Einbindung in eine landesweite GIS-Umgebung zur internen und externen Nutzung. Besonderes Augenmerk liegt auf der standardisierten Dokumentation der Volkszählungs- und Geodaten mittels ISO-basierter Metadaten. Insbesondere die Rasterbilddaten in verschiedenen Auflösungen füllen die Plattenspeicher, die mit einer Datenmenge von 120 Terabyte wohl zu den größten Afrikas zählen. Am Ende des Projektes werden bedeutende Planungsinstrumente zum Wohl der Bevölkerung und zur Förderung der Wirtschaft in Nigeria bereit stehen.

Die Systemarchitektur des Geoportals greift unmittelbar die Paradigmen von Geodateninfrastrukturen (GDI) auf. So werden Daten und Metadaten für Externe über standardisierte Web-Services gemäß der Spezifikationen des Open Geospatial Consortiums – OGC bereitgestellt. Hierbei kommen WMS und WFS zur Datenabgabe, ein Gazetteer-Service (WFS-G) zur Suche, ein Koordinatentransformationsdienst (WCTS) sowie Metadatendienste (CSW) zum Einsatz. Als zentrale Oberfläche zur Recherche, Visualisierung und Analyse steht ein Geoportal bereit, das abhängig von den Zugriffsrechten den intuitiven Zugang zu den georeferenzierten Volkszählungsdaten erlaubt. „Auf der Basis unserer standardkonformen Implementierung entsteht in Nigeria ein zentraler Baustein der nationalen Geodateninfrastruktur“, erklärt Dr. Jens Hartmann, Account Manager Öffentliche Auftraggeber bei Intergraph. „Die offenen Schnittstellen garantieren zusätzlich eine Analyse der Volkszählungsdaten im globalen Kontext. Dies ist insbesondere für die Aktivitäten der Vereinten Nationen von großer Bedeutung.“ Und Dr. Horst Harbauer, Geschäftsführer der Intergraph (Deutschland) GmbH, ergänzt: „Dieser Großauftrag für ein Geoportal in Nigeria zeigt, dass Intergraphs GDI-Produktstrategie gepaart mit dem Know-how aus zahlreichen EU-Projekten strategisch greift. So setzen wir unsere Stärken als Systemintegrator und Lösungshaus wirkungsvoll um.“

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